Die evangelikale
Gemeinde Kremstal

ist eine Kirche in Micheldorf, die der Glaube an Jesus Christus eint. Von Jesus begeistert wollen wir unseren Mitmenschen von der rettenden Liebe Gottes erzählen. Auf Grundlage der Bibel wollen wir miteinander wachsen, uns gegenseitig ermutigen und für einander da sein.

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Sonntag

Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.

Psalm 22,23

Herzlich Willkommen!

Gottesdienst jeden Sonntag

9.30 Uhr


Während des Gottesdienstes werden die Kinder in altersgerechten Kindergottesdiensten betreut. Nach dem Gottesdienst ist jeder zum Verweilen und zum gemeinsamen Kaffee eingeladen.

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Was ist los

Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.

Markus 13,31


Wochentag    Was ist los Beginn-Zeit    Ort Anmerkung
Sonntag Gottesdienst 09:30 Gemeinde
Montag
Dienstag Gebetskreis
Familie Vamos
20:05 Klaus Infos unter: 0680 1259851
Hauskreis Familie Roidinger   19:30 Oberschlierbach   Infos unter: 07582 64920
Integrations-Café  16:00 Gemeinde
Mittwoch
Donnerstag Hauskreis
Familie Waibel
19:00 Inzersdorf Info unter: 0699 11109028
Freitag Jungschar 17:00 Gemeinde
Hauskreis
Familie Grasegger
Grünburg
Samstag
Jeden letzten Dienstag im Monat Gebetsabend.


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Was wir glauben

Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.

Römer 1,17

Glaubensgrundlage 1

Heilige Schrift


Unsere Glaubensgrundlage ist die Heilige Schrift (ohne Apokryphen). Obwohl die Bibel von Menschen geschrieben wurde, ist sie in den Originaltexten von Gott inspiriert und daher irrtumsloses Wort Gottes.

Glaubensgrundlage 2

Dreieinigkeit Gottes:
Vater, Sohn und Heiliger Geist


Wir bekennen uns zu dem einen, einzigen und persönlichen Gott, der sich zugleich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart.

Glaubensgrundlage 3

Mensch


Wir bekennen, dass Gott den Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen hat und ihn mit Vernunft, Gefühlen und einem freien Willen ausgestattet hat, damit er in Verantwortung vor Gott sein Leben gestalten kann.

Glaubensgrundlage 4

Sünde


Wir bekennen, dass der Mensch durch Ungehorsam in Sünde gefallen ist und so grundsätzlich alle Menschen völlig und ewig von Gott getrennt wurden.

Glaubensgrundlage 5

Jesus


Wir bekennen, dass der Mensch allein aus Gottes Gnade durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus errettet wird. Jesus Christus allein ist unser Mittler, der unsere Strafe völlig auf sich genommen hat. Jeder, der durch Gottes Wort vom Heiligen Geist überführt, seine Sündhaftigkeit vor Gott erkennt und eingesteht und Gott als seinen persönlichen Erlöser und Herrn aufnimmt, bekommt ein neues ewiges Leben geschenkt. Weil ihm nun alle trennende Sünde vergeben wurde, kann DIESER Christ eine enge Beziehung zu Gott, seinem liebenden Vater aufbauen und pflegen.

Glaubensgrundlage 6

Gemeinde


Wir bekennen uns zur Gemeinde (Kirche) Gottes. Die Kirche Gottes ist kein Haus oder eine bestimmte Konfession, sondern besteht aus allen Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser angenommen haben. Wer von Gott ein neues Leben geschenkt bekommen hat (wiedergeboren wurde), ist zur Gemeinschaft aller Kinder Gottes hinzugefügt worden. Daher soll jeder Gläubige eine Ortsgemeinde besuchen, wo er biblische Unterweisung erhält und wo Gott gelobt und angebetet wird.

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Jugend

Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Johannes 8,31

Warum?

Entscheidungen


Gerade im Jugendalter stehen viele Menschen vor Entscheidungen: Wie geht es weiter, was soll ich tun? An Weggabelungen angekommen gibt es zahlreiche Stimmen im Leben, die uns beeinflussen. Wir wollen dir eine Stimme näher bringen: Die Stimme Gottes! Denn wir haben erfahren, dass diese die einzige vollkommen vertrauenswürdige Stimme ist, auf die immer Verlass ist




Bibelbrunch:  Jeden 1 Samstag im Monat, 9.30 in der Gemeinde

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Kinder

Jesus aber rief die Kinder zu sich und sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

Lukas 18,16

Kinder sind uns ein besonderes Anliegen.


Aktuelle Auskünfte am besten am Sonntag beim Gottesdienst!




Jungschar:  Alle zwei Wochen von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr in der Gemeinde. Altersgruppe 8-13.

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FAQs

Frequently Asked questions #1

Was ist ein Evangelikaler?


Evangelikal bezeichnet Christen, die die Heilige Schrift als Gottes unfehlbares Wort anerkennen, die Jesus durch Glauben als ihren persönlichen Herrn und Erlöser aufgenommen haben und die Gott aus Gnade erlöst, gerechtfertigt und als seine Kinder angenommen hat.

Mehr Information über die Evangelikaler hier bei Wikipedia.

Frequently Asked questions #2

Entstehungsgeschichte


Unsere Gemeinde wurde durch eine Initiative von Brigitte & Dietmar Jowanka gegründet. Obwohl beide aus keinem wirklich christlichen Elternhaus kamen, erkannten sie, dass Gott wirklich existiert und mit ihnen eine enge Beziehung pflegen will. Beide erlebten eine persönliche Hinwendung zu Gott, die ihre Ziele und auch ihr ganzes Leben veränderte.

Als Dietmar Jowanka 1982 in Micheldorf eine Arbeitsstelle angeboten bekam, übersiedelten sie nach Micheldorf. Von Anfang an war es ihr Wunsch, dass viele Menschen ebenfalls Gott als ihren Erlöser und Herrn kennen und lieben lernen. Darum luden sie ein Team von jungen Christen von OM (Organisation Mobilisation) für zwei Wochen zu einem Missionseinsatz in Micheldorf ein, wodurch ein Jugendkreis entstand, den bis zu 20 Personen besuchten.

Daraus entstand der Wunsch, gemeinsam Gottesdienst und Abendmahl zu feiern. So wurde 1983 im Wohnzimmer von Brigitte und Dietmar der erste Gottesdienst gefeiert.

Da die Besucherzahl langsam aber stetig zunahm, wurden 1992 Räumlichkeiten im Gasthaus zur Sense angemietet. Nun war es auch möglich, größere Veranstaltungen wie Musikkonzerte, Bücherausstellungen, Vorträge, Hochzeiten etc. in den eigenen Räumlichkeiten zu feiern.

Da das Gasthaus zur Sense verkauft wurde und auch umgebaut werden sollte, hat unsere Gemeinde 2001 das alte Micheldorfer Feuerwehrhaus im Zentrum von Micheldorf erworben und umgebaut. Im Herbst 2005 wurden die Gemeinderäumlichkeitenfeierlich eröffnet.

Jetzt feiern jeden Sonntag ca. 40 Erwachsene und rund 10-20 Kinder gemeinsam Gottesdienst. Es gibt mehrere Hauskreise, den Bibelbrunch, Jungschararbeit und vieles mehr.

Frequently Asked questions #3

Gemeindeleitung


Unsere Gemeinde wird von 4 Ältesten geleitet. Sie haben die Aufgabe, durch ihr Vorbild und durch ihren Dienst die Gemeinde zu führen, sie aufzuerbauen und für sie zu sorgen. Die Grundlage ihrer Aufgaben sind die Aussagen der Heiligen Schrift.Oberste Instanz der Gemeinde ist Jesus Christus.

In der Evangelikalen Gemeinde Kremstal werden wichtige Entscheidungen von der Mitgliederversammlung der Evangelikalen Gemeinde Kremstal getroffen. Diese Mitgliederversammlung hat u.a. die Möglichkeit, Personen zu berufen oder abzuwählen.

Die Evangelikale Gemeinde Kremstal ist auch Mitglied im Bund Evangelikaler Gemeinden (BEG) in Österreich. Durch diese Mitgliedschaft wird unsere Eigenständigkeit nicht eingeschränkt.

Frequently Asked questions #4

Staatliche Anerkennung


Als Gemeinde sind wir Mitglied im Bund Evangelikaler Gemeinden in Österrreich (BEG). Wir sind seit 26. August 2013 eine staatliche anerkannte Religionsgesellschaft und gehören den Freikirchen in Österreich an www.freikirchen.at.

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Jänner 2016


Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.  2 Timotheus 1,7

Wer ist dieser Geist, von dem Paulus hier schreibt? Richtig! Es ist der Heilige Geist, den wir mit unserer Bekehrung zu Jesus erhalten haben. „Um dieser Ursache willen erinnere dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir durch das Auflegen meiner Hände ist.“ (V. 6). Der Heilige Geist ist eine Gnadengabe Gottes. Dieser Heilige Geist führt uns in die Wahrheit. Er schenkt uns die Erkenntnis. Er richtet uns auf. Er bestärkt uns darin, dran zu bleiben. Der Heilige Geist überführt uns. Er stärkt uns. Er führt uns in die Gemeinschaft mit Gott. Der Heilige Geist ist die Kraft aus der Höhe, die uns unser Herr Jesus angekündigt hat, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde.

Und hier im 2. Timotheus-Brief erinnert Paulus Timotheus an diesen Beistand, an diese Kraft aus der Höhe. Es ist wahrscheinlich der letzte Brief des Apostel Paulus vor seinem Tod. Er ist in Gefangenschaft und kündigt seinen bevorstehenden Tod an. Es ist ihm wichtig, Timotheus nochmals darauf hinzuweisen, dass er diesen Heiligen Geist in sich hat. Er erinnert Timotheus nochmals daran, wer dieser Heilige Geist ist und welche Aufgaben er in uns erfüllt. Er bezeichnet ihn hier als den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. So weit so gut, mag manch einer jetzt denken. Aber Paulus knüpft an dieser Erinnerung unmittelbar mit einer Handlungsanweisung an Timotheus - aber auch an uns (!)- an: „So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit für das Evangelium nach der Kraft Gottes!“ (V. 8)

Wir haben jetzt also schon eine Menge gelesen über den Heiligen Geist: Er ist eine Gnadengabe, die in Timotheus durch das Auflegen der Hände des Paulus gekommen ist. Diesen Geist gibt Gott selbst. Und es ist ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Und wir haben schon gesehen, wo das Einsatzgebiet dieses Geistes ist: es geht um das Zeugnis für den Herrn und das Evangelium.

Diese Erkenntnis deckt sich auch mit dem Beginn der Apostelgeschichte, wo der auferstandene Herr ankündigt: „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“ (Apg. 1,8). Auch hier finden wir die Verknüpfung des Heiligen Geistes mit der Zeugenschaft. Und genauso wie es der Herr vor rund 2.000 Jahren angekündigt hat, ist es gekommen: das Evangelium wurde zuerst in Jerusalem verkündigt, dann in Judäa, dann in Samaria und nach weiteren Kreisen schließlich bis ans Ende der Erde. Und das ist der Punkt, an dem wir direkt mitten hinein genommen sind in die Verheißung unseres Herrn Jesus. Wir haben den Heiligen Geist empfangen damit wir Zeugen sind bis an die Enden der Welt. Durch uns er Zeugnis möchte Gott die Welt mit seinem Evangelium erfüllen. Wir gehören heute zu den weitesten Kreisen, die der auferstandene Jesus damals im nachösterlichen Jerusalem angekündigt hat.

Wie geht es Dir mit dieser Erkenntnis? Vielleicht geht es Dir ja auch wie Timotheus. Vielleicht siehst Du Dich auch nicht imstande, das Evangelium weiter zu geben. Vielleicht schämst Du Dich auch manchmal des Zeugnisses oder des Evangeliums? Dann geht es Dir so, wie es vielen anderen Christen vor Dir ergangen ist und wie es vielen Deiner Mitchristen geht. Du bist mit dieser Scheu und dieser Mutlosigkeit sozusagen „in guter Gesellschaft“. Und dennoch ist das Evangelium unseres Herrn für die Welt heute aktueller und notwendiger als je zuvor! Deshalb ist es gut, das neue Jahr mit dem Vers der Monatslosung aus dem 2. Timotheus-Brief zu starten. Wir können uns neu auf das ausrichten, worum es für uns Christen geht - unseren Auftrag: Jesu Zeugen zu sein. Wir sollen seine Zeugen sein durch unsere Worte und durch unsere Taten. Wir sollen den Menschen die Botschaft weiter tragen und wir sollen ein Leben führen, das anderen bezeugt, dass wir aus einer anderen Perspektive leben als die Welt, die Christus nicht kennt.

Wichtig ist, dass wir erkennen, dass wir nicht aus uns heraus dauerhaft diese Zeugenschaft übernehmen können. Genau dafür sind wir mit der „Kraft aus der Höhe“ ausgestattet. Dieser Heilige Geist ist da! Von Paulus haben wir aber aus Vers 8 eben auch gesehen, dass er Timotheus erinnert, diese „...Gnadengabe Gottes anzufachen…“. Und diese Erinnerung gilt auch Dir und mir: den Heiligen Geist anfachen! Mehrere Stellen der Bibel zeigen uns, dass wir den Heiligen Geist in uns dämpfen können, anfachen, nutzen, brach liegen lassen,… In einer Zeit, in der die Gottlosigkeit und damit das Verderben und die Dunkelheit mehr und mehr überhand nimmt und Unrecht zu Recht erklärt wird, ist es wichtig, dass das Salz nicht fade wird, dass das Licht nicht schwächer wird. Lasst uns das vor uns liegende Jahr gemeinsam nutzen, den Heiligen Geist in uns anzufachen! Lasst uns gemeinsam Zeugen sein!

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Juli/August 2015


Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.  Matthäus 5,37

Im Monat Juli stellt uns der Monatsvers mitten hinein in die Bergpredigt unseres Herrn Jesus Christus. Mit Kapitel 5 beginnt diese berühmte Rede Jesu und hier in Vers 37 setzt Jesus nach vielen anderen Geboten und Anweisungen eine ganz klare Anordnung zum Thema Wahrheit: „Es sei aber eure Rede Ja, ja! Nein, nein! Was aber darüber hinausgeht, ist vom Bösen.“ (V. 37). Was meint unser Herr damit? Der Zusammenhang zeigt uns, es geht um Eide, es geht um Versprechen, es geht ums Schwören. Wir Menschen neigen dazu, manchen unserer Aussagen besonderes Gewicht beizulegen. Wir alle kennen Situationen, in denen jemand versichert: ...großes Ehrenwort!“; „...ich schwör‘s…“, „...bei meiner Ehr‘…“ und so weiter. Die Schwurformeln der Menschen sind unerschöpflich. Doch was hat es damit auf sich? Gibt es unterschiedliche Ausprägungen von Wahrheit? Was sind dann Aussagen von jemandem wert, in denen er keine Schwurformel anhängt? Genau das spricht Jesus in seiner Bergpredigt an! Ein weiteres Mal in der Predigt deckt er das menschliche Wesen auf. Das menschliche Wesen, das sich gerne ein Hintertürchen offen lässt. Das menschliche Wesen, das es gerne einmal nicht so genau mit der Wahrheit nimmt. Das menschliche Wesen, das aber dann doch auch wieder einmal ganz besonders ernst genommen werden möchte. Und dann versucht es, die Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen. Dann wird versucht, alles mögliche in die Waagschale zu werfen, um diese Glaubwürdigkeit zu betonen. Nachfolge Jesu heißt aber tiefe Wesensänderung. Das alte menschliche Wesen soll in ein göttliches Wesen verändert werden. Und für dieses neue göttliche Wesen eines Jesus-Nachfolgers gibt Jesus ganz prägnante Regeln vor. Eine davon ist: „Ich aber sage euch: schwört überhaupt nicht! Weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt; noch sollst du bei deinem Haupt schwören, denn du kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen.“ (V.34-36). Wir haben eine ganz anderen Auftrag: in der Wahrheit leben. Wir sollen nicht unterschiedliche Stufen von Wahrheit haben, sondern eine Wahrheit. Alles was wir sagen, soll der Wahrheit entsprechen. Nicht in dem Sinn, dass wir immer recht haben. Wir werden uns auf dieser Seite der Erde immer wieder irren und auch Meinungen revidieren müssen. Es geht vielmehr darum, dass wir nicht taktieren. Es geht darum, dass wir nicht mit der Lüge kokettieren. Lüge klingt hart! Viel lieber sprechen wir von Unwahrheiten oder kleinen Notlügen. Alles verniedlichende Umschreibungen für die Lüge. Bei Jesus ist für Lüge kein Platz. Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Und Wahrheit erwartet Jesus auch von seinen Nachfolgern. Sind wir mit Jesus auf dem Weg, gibt es keine Rechtfertigung für Lüge mehr. Und genau deshalb diese Passage in der Bergpredigt. Für Jesus-Leute gibt es einen Maßstab: die Wahrheit und Aufrichtigkeit. Und deshalb ist kein Platz mehr für abgestufte Wahrheit. Deshalb besteht keine Notwendigkeit mehr, gewisse Aussagen durch einen Schwur oder Eid zu bekräftigen. Alle Aussagen sollen aus aufrechtem Herzen kommen. Hinzu kommt, dass wir über jene Dinge, die wir bei einem Schwur gerne heranziehen, keinerlei Vollmacht haben. Nicht einmal ein Haar können wir in seinem Wuchs beeinflussen und schwören doch gerne bei unserem Haupt, oder wir würden gerne die Hand für irgendetwas ins Feuer legen. Würden wir das wirklich gerne? Jesu gibt uns eine andere Aufgabe: wir sollen aufrichtig sein und nach der Wahrheit trachten. Wenn wir etwas sagen, dann sollen sich die anderen darauf verlassen können - auch ohne besondere Zusätze, die unsere Aussagen bekräftigen. Die Bergpredigt stellt hohe Ansprüche. Da bleibt wenig Spielraum. Da sind wir jeden Tag gefordert, unser altes Wesen in seine Schranken zu weisen. So wie die meisten anderen Anweisungen der Bergpredigt wird auch die Aufforderung zur Wahrheit selten von einer Stunde auf die andere umgesetzt. Oft genug wird uns unser „alter Adam“ nochmals übermannen. Aber wir werden sehr deutlich merken, wie uns der Heilige Geist überführt - wenn wir ihn denn lassen! Das Lernprogramm ist anspruchsvoll, aber wenn wir dranbleiben, dann wird unser alter Mensch abnehmen und der neue Mensch in uns zunehmen und wir werden hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist. Die Lüge kommt uns manchmal als lässliche Sünde vor, als Kleinigkeit. Da gibt es doch viel was Ärgeres!? Ist das wirklich so? Und was sagt Gott dazu? Jesus zeigt uns in seiner Rede, dass gerade hier eine Einfallspforte in unseren Geist liegt: „Was aber darüber hinausgeht, das ist von dem Bösen.“ Wir wissen, wer der Böse ist! Wollen wir, dass er durch uns spricht?

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Juni 2015


Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.  1.Mose32,27

Der Monatsvers nimmt uns mit in das allererste Buch der Bibel in das Buch 1. Mose – die Genesis. „Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.“, sagt Jakob nach einem Ringkampf, der die ganze Nacht gedauert hat und bei dem er sich auch schon die Hüfte verrenkt hat. Doch mit wem ringt Jakob in dieser Nacht und warum? Zuerst hatte sich Jakob, den Segen seines Vater Isaak erschlichen, wie in Kapitel 27 geschildert wird. Nach vielen Jahren – Jakob ist inzwischen zu großem Besitz gekommen und hat eine große Familie und ein riesiges Gefolge – zieht er jetzt seinem damals betrogenen Bruder Esau entgegen. Gott selbst hat Jakob diese Rückkehr in das Land seiner Verwandtschaft befohlen: „Mache dich jetzt auf, zieh aus diesem Land und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft!“ (1.Mose 31,13) Jakob gehorcht diesem Befehl und macht sich auf den Weg. Aber jetzt, wo sie näher kommen, ist ihm nicht mehr wohl bei der Sache. Angst steigt in ihm auf. Wie wird die Begegnung mit seinem betrogenen Bruder werden? Rächt sich jetzt sein Trick, mit dem er sich den Segen seines Vaters erschlichen und seinem Bruder gestohlen hatte? Ist der Segen jetzt zu Ende? Wie wird es jetzt weiter gehen? Droht der Verlust der ganzen Besitztümer? Wird Esau Gewalt anwenden? Diese Fragen treiben Jakob um. Er weiß, dass er noch eine Rechnung offen hat. Er weiß, dass er seinem Bruder unter die Augen treten muss und davor fürchtet er sich. Zuerst einmal teilt er sein Lager. Darin sieht er die Chance, einen Teil seiner Leute und Habe zu retten, wenn Esau angreifen sollte. Dann können wir lesen, dass er Geschenke vorbereitet und zu Esau schicken lässt, um ihn gnädig zu stimmen. Außerdem, und das ist für ihn wahrscheinlich das Wichtigste, ist er jetzt bereit, sich seinem Bruder unterzuordnen. Er trägt seinen Dienern auf, folgendes zu antworten, wenn sie gefragt werden, wem sie angehören: „Deinem Knecht Jakob; es ist ein Geschenk, gesandt an meinen Herrn, an Esau; und siehe, er selbst ist hinter uns.“ (32,19). Als nächstes bringt er in der Nacht seine Familie in Sicherheit und dann bleibt er allein zurück. Und in jener Nacht findet der viel besprochene und hinterfragte Ringkampf des Jakob statt. Was hat es mit diesem Ringkampf auf sich? Es ist ein Ringen Jakobs mit Gott! Das geht aus Vers 31 hervor, wo es heißt: „Und Jakob gab der Stätte den Namen Pnuel; denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!“ Wie kann ein Mensch mit Gott ringen? Aus dem Text geht hervor, dass dieser „Mann“, mit dem Jakob ringt, seine Kraft nur nützt, um Jakob in Schach zu halten, ihn aber nicht überwältigt, obwohl dies jederzeit möglich wäre. Die ganze Nacht dauert dieses zähe Ringen. Jakob wird bewusst, mit wem er da ringt. Er wird geprüft. Sein „Gegner“ will wissen, wie Jakob kämpft. Er möchte wissen, wie lange Jakob dran bleibt. Und Jakob weiß auch, worum er in dieser Nacht kämpft: er ringt um seinen Segen! Und es ist Jakob ernst. Er weiß, was auf dem Spiel steht. Vers 27 zeigt uns eine interessante Szene in diesem Kampf: „Da sagte er: Lass mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen! Er aber sagte: Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du hast mich vorher gesegnet.“ Mit verrenkter Hüfte, nach durchkämpfter Nacht – bildlich gesprochen sieht Jakob für sein weiteres Leben nur eine Chance: sich an den Herrn hängen! Dranbleiben! Dranbleiben an diesem Herrn! Seinen Segen nicht verlieren! Und genau diese Hartnäckigkeit wird Jakob zu noch größerem Segen: in dieser Nacht wird aus Jakob Israel: „Nicht mehr Jakob soll dein Name heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast überwältigt.“ (V. 29) Jakob hatte mit Gott gekämpft und überwältigt. Das heißt nicht, dass Jakob stärker als Gott gewesen wäre! Vielmehr hatte Jakob die Prüfungen, die Gott ihm gegeben hatte, bestanden. Er hatte Durchhaltevermögen bewiesen. Er hatte sich auf den Weg gemacht, als es ihm von Gott aufgetragen wurde. Er hatte gezeigt, dass er bereit war, auf ein Ziel zuzugehen. Er hatte erlebt, dass ihn dieser Gehorsam in Bedrängnis gebracht hat. Er hatte Zweifel und er hatte Angst. Und dennoch nahm er den Kampf auf – er begann zu ringen. Und wie ist dieses Ringen ausgegangen? „Und er segnete ihn dort.“, können wir in Vers 30 lesen. Gott schüttete dort seinen Segen über Jakob aus – nach dem zähen Ringen. Und er bekommt einen neuen Namen: Hebräisch Jisrael – eine Kombination aus sarah und el: wörtlich: der, der mit Gott ringt. Oder auch: „Gott ringt“, „Gott kämpft“, „Gott streitet“ oder auch „Möge Gott streiten“. Eine bedeutsame Nacht in der Weltgeschichte, die bis heute nachwirkt und auch in Zukunft noch eine große Rolle spielen wird. Für Israel und für die Welt! Was können wir aus diesem Bericht lernen? Wie betrifft dieser Ringkampf uns heute? Zuerst einmal können wir sehen, dass auch Ringen zum Glauben gehört. Dann können wir sehen, wie sanft Gott mit uns ringt. Es wäre ihm jederzeit ein leichtes, uns zu überwinden. Aber das ist nicht sein Ziel. Er will uns im Ringen trainieren und stark machen. Und wir können sehen, dass sich ein Ringen im Glauben auszahlt. Im Ringen kann ein Segen liegen! Wir stehen in der Gefahr, dass wir Widerständen aus dem Weg gehen. Viele glauben, wenn sie auf dem richtigen Weg wären, dann müsse alles leicht von der Hand gehen. Dann wäre das ein geebneter Pfad. Aus unserem Monatsvers sehen wir anderes: Nachfolge kann auch einmal ein Ringen sein. Wir sehen vielleicht, wo Gott uns haben möchte, aber uns gefällt dieser Weg nicht. Er ängstigt uns womöglich. Es kann ein Ringen beginnen. Dieses Ringen kann uns auch Verletzungen einbringen—auch Jakob verrenkte sich im Ringen die Hüfte. Dieses Ringen hat aber einen Zweck: es bringt uns nahe an Gott! Und genau das möchte Jesus: dass wir nahe zu ihm kommen und dass wir ihn festhalten. „Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm.“, können wir zum Beispiel in 1. Korinther 6,17 lesen. Sich an den Herrn Jesus zu klammern bringt Segen! Hängt euch an ihn!

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Mai 2015


Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt!  Philipper 4,13

Der Losungsvers des Monats Mai stellt uns ans Ende des Briefes des Apostels Paulus an die Philipper. Es ist einer jener Briefe, die Paulus im Gefängnis in Rom verfasst hat – ja, dieser Vers wurde im Gefängnis geschrieben, eine mögliche Hinrichtung vor Augen! Dabei könnte man meinen, diese Worte müssen von jemandem stammen, der gerade von Sieg zu Sieg eilt, von jemandem, der vor Kraft strotzt und dem alles gelingt, der keine Grenzen kennt – von jemandem, der “alles vermag“. Da gibt es eine gewisse Diskrepanz zu dem Bild eines inhaftierten Apostels, der zuerst ein völlig neues Evangelium verkündet hat, sich damit den Unmut der Obrigkeit zugezogen hatte und jetzt als Häftling der römischen Weltmacht der Willkür des Kaisers Nero ausgesetzt ist. Sehen wir uns an, wie das alles doch zusammen passt und so schon seine Richtigkeit hat! Der Satz ist einerseits triumphierend, andererseits ist er demütig und dankbar. Wovon schreibt Paulus hier? Wie kann er hier im Gefängnis einen derart tief dankbaren Satz schreiben? Die Antwort finden wir wie sooft ein paar Verse weiter vorne. Der Monatsvers ist das Resümee, das Paulus zieht, nachdem er seine letzten Jahre kurz Revue passieren lässt. Er bedankt sich bei der Gemeinde in Philippus für die Gabe, die diese ihm schicken lässt, folgendermaßen: „Nicht dass ich es des Mangels wegen sage, denn ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin. Sowohl erniedrigt zu sein, weiß ich, als auch Überfluss zu haben, weiß ich: in jedes und in alles bin ich eingeweiht, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben, als auch Mangel zu leiden. Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt.“ (Phil 4,10–13) In diesem Zusammenhang steht also die Aussage des Paulus! Paulus blickt zurück und erkennt dankbar, wie weit er sich im Dienst des Herrn entwickelt hat. Von einem eifrigen Thora–Gelehrten zu einem eifrigen Christenverfolger, hin zu einem im wahrsten Sinne Geblendeten, der dann sein Leben völlig in den Dienst des erhöhten Herrn Jesus gestellt hat. Und genau dieser Dienst hat Paulus vieles abverlangt, was er sich zuvor sicher nicht ausgemalt hatte: Geschmäht, geprügelt, gesteinigt, in Seenot, in Gefangenschaft, durstend, hungernd, zerschunden... Und dennoch hat er seine Mission niemals in Frage gestellt. Nachdem ihm der Herr Jesus auf so außergewöhnliche Weise erschienen ist und er einen Blick auf Gottes Herrlichkeit erhaschen durfte, ist dieser Mann nachhaltig verändert. Er marschiert durch dick und dünn, widersteht allen Widrigkeiten und steht immer wieder auf. Da kommt ein Vers aus Lukas 12 in den Sinn: „Jedem aber, dem viel gegeben ist – viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.“ (Luk 12,48). Dem Apostel Paulus wurde viel gegeben: Wem hat sich der erhöhte Jesus so direkt und intensiv gezeigt? Wer durfte je einen derart überwältigenden Blick in Gottes Heilsplan werfen und ihn verstehen lernen? Wer hatte ein derart umfassendes Vorwissen der Schriften? Und genau deshalb konnte Paulus so viel geben: Wer hat die Gemeinde so geprägt? Wer hat auf derart viele Fragen die geisterfüllten Antworten? Wer hat das Neue Testament ab der Apostelgeschichte so stark geprägt? Wer hat so viele grundlegende Fragen der Gemeinde im Sinne Gottes beantworten dürfen? Paulus weiß, mit den ihm anvertrauten Gaben richtig umzugehen. Paulus weiß, dass er in einem Lauf ist, dass er in einem (Wett)Kampf steht. Paulus weiß, dass er auf ein Ziel zusteuert. Paulus hat die Perspektive, die es ihm erlaubt, über den zeitlichen Horizont dieser Welt hinaus zu blicken. Paulus erhält vor Damaskus eine – oder besser die – Chance. Und er nutzt sie. Und nun, nach einem langen Weg, den Gott ihn geführt hat – und den er sich hat führen lassen(!), kann er dankbar anerkennen, dass er alle Schwierigkeiten und Herausforderungen meistern konnte, indem er in dem blieb, der ihn kräftigte: in Jesus Christus. Das ist keine lethargische, fatalistische Ergebenheit ins Schicksal wie wir sie auch manchmal antreffen können. Paulus schreibt: „Alles vermag ich…“ und bringt damit zum Ausdruck, dass ihm seine aktive Rolle bewusst ist. Mit diesem „Alles“ meint Paulus aber nicht nur den Mangel und die Not, die er erlebt hat! Vielmehr spricht er in gleicher Weise auch den Überfluss und das Satt Sein an. Und er betont, dass er gelernt hat, sich darin zu begnügen, worin er ist (V.11). Ein Lernprozess hat ihn dorthin geführt, wo er jetzt steht. Und er weiß auch, warum er das „alles vermag“ und er hält damit auch nicht hinterm Berg, wem er das zu verdanken hat. Er schafft es deshalb, weil er ganz nahe an dem – oder besser in dem – bleibt, in dem einzig das Heil liegt – in Jesus Christus. Paulus gibt also dem die Ehre, dem sie gebührt – dem Herrn Jesus Christus. Kennst auch Du Situationen, in denen Du Dich fragst, wie das gehen soll? Welche Widrigkeiten des Lebens bringen Dich an den Rand? Wodurch vermagst Du alles? Wer oder was kräftigt Dich? Kannst auch Du ernsthaft sagen: „Alles vermag ich!“? Wie Paulus haben wir eine Berufung erhalten; wahrscheinlich nicht so spektakulär, aber vom selben Herrn! Häufig erleben auch wir ein Auf und Ab: mal haben wir genug oder vielleicht sogar zu viel. Ein anderes mal erleben wir Mangel und verspüren Not; mögen diese Herausforderungen für die meisten von uns auch anders aussehen wie für den Apostel Paulus. Nachfolge ist kein punktuelles Ereignis, sondern ein Weg. Nachfolge ist kein Sprint sondern ein Langstreckenlauf. Jüngerschaft ist kein Spaziergang, sondern eine Wüstenwanderung. Wir laufen in einem Wettlauf, wir stehen in einem Kampf – so lange, bis wir am Ziel sind! In diesem Wettlauf sind auch Hürden zu überwinden. In diesem Wettlauf heißt es durchzuhalten, dran zu bleiben, zu überwinden, wieder aufzustehen, weiter zu laufen. Und genau für diesen besonderen Wettlauf hat uns Jesus seinen Heiligen Geist zur Seite gestellt. Wir laufen nicht alleine! Er richtet uns wieder auf. Er treibt uns voran. Er labt und erquickt uns. Er versorgt unsere Blessuren. Er lindert unseren Schmerz. Am Beginn unseres Laufes sagen wir vielleicht noch: ich kann das, weil ich so jung und stark und kräftig bin, oder vielleicht, weil ich so gebildet und schlau bin, oder weil ich so besonders bin. Aber der Wettlauf ist bewusst so gestaltet, dass unser Ich abnehmen und das Vertrauen zunehmen soll. Auch Du und Ich sollen schließlich mit dem Jubelruf, durchs Ziel gehen, den Paulus uns zeigt: „Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt!“

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April 2015


Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!  Matthäus 27,54

Kaum je zuvor war ein Monatsvers so kurz. Und dennoch steckt in diesem kurzen Satz das ganze Geheimnis des Evangeliums. „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“, ist eines der prägnantesten Zeugnisse, die wir über unseren Herrn Jesus finden. Bei jedem von uns wird bei diesem kurzen Satz die Situation auftauchen, in der dieser Ausruf erfolgte – richtig, es ist ein Ostertext. Der Ausruf folgt unmittelbar auf Jesu Tod am Kreuz. Jesu Rettungswerk ist vollbracht und das bleibt nicht verborgen. Der Tod Jesu am Kreuz verändert die Welt nachhaltig – Gott sei Dank! Die Schöpfung ist in Aufruhr und das zeigt sich in Jerusalem vor knapp 2.000 Jahren ganz deutlich. Wir finden in den Evangelien Schilderungen der Ereignisse aus verschiedener Perspektive. Hier bei Matthäus werden die Ereignisse unmittelbar nach dem Tod Jesu Christi so geschildert: „Jesus schrie nochmals mit lauter Stimme auf und entließ Seinen Geist. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Teile, von oben bis unten, die Erde bebte, die Felsen wurden gespalten, die Gräber aufgetan, und viele Körper der entschlafenen Heiligen erwachten. Nach seiner Auferweckung kamen sie aus den Gräbern heraus, gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Der Hauptmann aber und die, die mit ihm Jesus bewachten, fürchteten sich sehr, als sie das Erdbeben und das sonstige Geschehen gewahrten, und sagten: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ (Matth. 27,50–54).

Ein Ereignis, das nachhaltigen Eindruck auf die Menschen machte. In dem Moment, als Jesus gestorben war, erkannten viel, die die Ereignisse in Jerusalem mitverfolgt hatten, dass es wahr ist: Jesus Christus ist Gottes Sohn – er ist Gott selbst. Nicht zuletzt diese dramatischen Ereignisse, die Jesu Tod begleiteten, bereiteten den Boden für die Entstehung der ersten Gemeinde. Viele Menschen waren auf einmal bereit, die Jesus als ihren Herren und Retter anzunehmen.

Und als Augenzeugen trugen sie das Evangelium weiter. Es waren zwar viele, die Jesus annahmen und sich bekehrten – wie wir dann auch in den Berichten der Apostelgeschichte lesen können einige tausend in Jerusalem. Die Mehrheit aber blieb verstockt. Auch die sichtbaren und fühlbaren Ereignisse konnten sie nicht überzeugen. Das zeigt, dass es einerseits Gnade ist, die Erkenntnis geschenkt zu bekommen: Jesus ist der Herr! Anderseits ist es eine Willensentscheidung, diese Gnade anzunehmen. Hier steckt ein tiefes Geheimnis. Gezogen durch den Herrn und errettet durch Glauben. Die Bibel zeigt uns beide Facetten!Und als Augenzeugen trugen sie das Evangelium weiter. Es waren zwar viele, die Jesus annahDer Ausruf des römischen Hauptmanns regt noch zu einem Gedanken an. Er zeigt uns, wie Heilsgeschichte voranschreitet: Für die Beobachter der Szene am Kreuz war mit dem Tod Jesu zwar klar, dass Jesus wirklich Gottes Sohn war, aber jetzt war er ja tot! Wie erschreckend muss diese Erkenntnis gewesen sein, da sie den Ablauf der weiteren Tage und die Auferstehung ja noch nicht kannten? Wir aber wissen, dass das nur ein notwendiger (im wahrsten Sinne des Wortes die Not wendend) Schritt in Gottes Heilshandeln war. Wir blicken auf diese Ereignisse zurück und können aus anderem Blickwinkel den Ausruf in ganz anderer Qualität rufen: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn! Er lebt und kommt wieder!“ Wir wissen, dass Jesus lebt. Wir wissen, dass er zur Rechten des Vaters sitzt und dass er wiederkommt – zuerst für seine Gemeinde, die ihm in der Luft begegnen wird (2.Thess 4,17) und dann für die ganze Welt, wenn er seine Füße wieder auf den Ölberg in Jerusalem setzen wird (Apg 1,11). Wir wissen durch die Schrift, dass Jesus vor Anbeginn der Welt war, dass das All durch ihn ist und dass er bleibt – sein Reich hört nie auf. Halleluja! „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“, ist zwar ein wunderbares Zeugnis. Ohne Ostern wäre es aber nutzlos. Seine Bedeutung bekommt dieses Zeugnis dadurch, dass Jesus lebt. Das ist der Grund, warum wir Ostern feiern können – trotz des Leidens, das Ostern voraus gegangen ist und das uns gerade in Verbindung mit Ostern immer wieder vor Augen gestellt wird. Auch wenn wir gemeinsam Abendmahl feiern, sollte unser Blick weiter gehen: von diesem Gedächtnismahl hin zu Ostern. Ohne Ostern wäre das Abendmahl ziemlich schal – mit Ostern ist es ein großes, dankbares Fest!Und als Augenzeugen trugen sie das Evangelium weiter. Es waren zwar viele, die Jesus annahGerade zu Ostern finden wir zwei völlig unterschiedliche Wirklichkeiten von Jesus Christus: dem leidenden, zerschlagenen Christus steht wenig später der verherrlichte Christus gegenüber, der den Tod besiegt und die Schöpfung freigelöst hat. Das eine geht nicht ohne das andere!Und als Augenzeugen trugen sie das Evangelium weiter. Es waren zwar viele, die Jesus annahMöge Gott schenken, dass noch viele Menschen erkennen dürfen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn! Wenn du zu jenen Beschenkten gehörst, die diese Wahrheit schon erkannt haben, dann rufe es hinaus! Kaufe die Zeit aus! Denn es werden Zeiten kommen, da werden viele wieder erkennen: Es ist wahr! Dann kann es aber zu spät sein.

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